Allgemeines


Einige allgemeine Informationen zur Stadt, zu Cottbusverkehr und dem ÖPNV-Netz.

Gleisnetz
Nach der raschen Erschließung der Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts sorgte man in der Anfangszeit der DDR vor allem für die Aufrechterhaltung des Betriebs und somit für den Wiederaufbau zerstörter Streckenteile durch den Krieg. Die letzten Erweiterungen hatte es in den 20er Jahren gegeben, die nächsten sollten erst in den späten 70ern folgen, als der sozialistische Stadtumbau Einzug ins Cottbuser Stadtbild hielt.
Nach der Wende wurde vor allem das Gleisnetz erneuert und in großen Teilen der Stadt zweigleisig ausgebaut, was zu DDR-Zeiten nicht auf dem Plan stand. Lediglich zwei Abschnitte in Madlow und Schmellwitz Anger sind bis heute eingleisig. Vereinzelt, vor allem an Stellen, die während der Bauphase der 90er Jahre nur unter erheblichen Beeinträchtigungen für den KFZ-Verkehr zugänglich gewesen wären, liegen noch so genannte "Russenschienen".

Haltestellen
Da zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende lange Zeit KT4D-Doppeltraktionen eingesetzt wurden (kurzzeitig sogar Dreifachtraktionen), weisen alle Haltestellen eine entsprechende Länge von 40-50 Metern vor. Der Platz für zwei Fahrzeuge jeder Art (KTNF6, Gelenkbus, Bus) ist somit problemlos gegeben. An den großen Haltestellen Hauptbahnhof (Vetschauer Straße), Stadthalle (Post) sowie Stadtpromenade finden sogar bis zu drei Fahrzeuge jeder Art Platz.
Die Investitionen nach der Wende machten auch vor den Haltestellen nicht halt, im Gegenteil wurden sie an den modernisierten Fuhrpark mit Niederflurteil in jeder Bahn angepasst: Heute gibt es lediglich noch drei Bahnsteige, die nicht barrierefrei sind. Einziges Manko: Die in den letzten Jahren geschaffenen Bahnsteige haben eine Höhe von 17 cm über Schienenoberkante, was einen etwa 7 cm hohen Spalt zum Niederflurteil erzeugt. Diese Differenz soll bei allen künftigen Neu- und Umbauten verschwinden, sodass die Bahnsteige dann eine Höhe von 24 cm über Schienenoberkante haben. Ausfahrbare Rollstuhlrampen an den Fahrzeugen sollen damit überflüssig werden.

Fuhrpark
In den späten 70ern wurden die ersten KT4D nach Cottbus geliefert, die letzten kamen kurz vor der Wende an. Der älteste noch in Betrieb befindliche Wagen stammt heute von 1981, der jüngste von 1988. Nach zweimaliger Modernisierung (KT4D > KT4Dm > KTNF6) geht die Tatra-Ära nun aber allmählich zu Ende. Da eine Kompletterneuerung des Fuhrparks für Cottbusverkehr finanziell nicht zu stemmen ist und das Land Brandenburg keine Fördermittel für Neufahrzeuge bereitstellen will, hat man sich für eine erneute Modernisierung der Altwagen entschieden. 15 Bahnen werden während der anstehenden Hauptuntersuchungen komplett modernisiert, um danach noch weitere 16 Jahre fahren zu können.
Zusätzlich sollen bis 2020 fünf Neufahrzeuge angeschafft werden. Sollten bis dahin wieder Fördermittel abrufbar sein, will Cottbusverkehr auf zehn Neufahrzeuge verdoppeln. Mit Blick auf die Weiterentwicklung und Optimierung des Liniennetzes erscheint dabei die Anschaffung von Zweirichtungsfahrzeugen sinnvoll. Festgelegt hat man sich jedoch noch längst nicht, die Entscheidungen werden erst in den nächsten Jahren getroffen.
Startseite - Impressum - Datenschutzerklärung - Kontakt
Powered by Frogsystem 2 © 2007 - 2018 Frogsystem-Team