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Newsticker:
21.04.2012 20:00 Uhr Cottbuser Stilllegungspläne in Zeitschrift Signal
20.04.2012 12:00 Uhr Cottbusverkehr präsentiert ersten Langläufer
17.04.2012 18:00 Uhr Planungen für Bahnhofsvorplatz laufen weiter, Fördermittel fehlen noch immer
15.04.2012 20:00 Uhr Aktuelle Diskussion: Stilllegungspläne bei der Straßenbahn

Cottbuser Stilllegungspläne in Zeitschrift Signal
21.04.2012 20:00 Uhr
Die verkehrspolitische Zeitschrift Signal, in der wir in unregelmäßiger Folge über die Entwicklung der Straßenbahn in Cottbus berichten, wird in ihrer nächsten Ausgabe einen Artikel zur aktuellen Debatte um die drohende Stilllegung der Strecke zur Jessener Straße veröffentlichen. Auf Zuarbeit von ProTramCottbus hat der Deutsche Bahnkundenverband dort die aktuellen Ereignisse und die Vorgehensweise der Stadtverwaltung nochmals zusammenfassend dargestellt.
Die Ausgabe erscheint am kommenden Freitag, den 27. April 2012. Der Artikel wurde uns aber bereits jetzt von der Redaktion zur Onlineveröffentlichung zur Verfügung gestellt.

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Cottbusverkehr präsentiert ersten Langläufer
20.04.2012 12:00 Uhr
Am gestrigen Donnerstag stellte Cottbusverkehr den ersten von insgesamt 15 sogenannten Langläufern für den Fahrgastbetrieb bereit. Dabei handelt es sich um den ersten modernisierten Straßenbahnwagen des bekanntes Wagentyps KTNF6, wie sie bereits seit vielen Jahren in der Stadt unterwegs sind. Der Wagen mit der Nummer 135 erhielt im Rahmen seiner Hauptuntersuchung ein komplett neues Innenleben, frischen Lack sowie eine neue Beklebung. Vor allem durch die neuen roten Sitze und die blau-graue Innenverkleidung hebt sich das Fahrzeug von den noch nicht modernisierten Wagen ab.
Grund dieser Maßnahme sind die Sparzwänge von Cottbusverkehr und damit die fehlenden Gelder für die Anschaffung neuer Fahrzeuge. Durch die Modernisierung sollen die alten Wagen, die im Durchschnitt bereits seit 25 Jahren im Einsatz sind, noch mindestens 16 weitere Jahre fahren.
Das Konzept habe bereits bei anderen Verkehrsbetrieben mit ähnlich altem Fahrzeugbestand Aufmerksamkeit erregt, hieß es im Rahmen der Präsentation von Geschäftsführer Jörg Reincke. Er könnte sich vorstellen, die Erfahrungen, die Cottbus beim eigenen Umbau nun sammelt, weiterzugeben und die Werkstatt damit zum Dienstleister werden zu lassen.

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Planungen für Bahnhofsvorplatz laufen weiter, Fördermittel fehlen noch immer
17.04.2012 18:00 Uhr
Cottbusverkehr-Geschäftsführer Jörg Reincke informierte in diesen Tagen darüber, dass die Verkehrsbetriebe weiterhin am neuen Verkehrsknotenpunkt auf dem Bahnhofsvorplatz planen. Die Entwurfsplanung soll bis Ende August abgeschlossen sein, hieß es, danach stehe das Genehmigungsverfahren an. Aufgrund der aufwendigen Trassenführung habe man nochmals externe Gutachter damit beauftragt, die Pläne zu überprüfen. Dies betreffe vor allem die Querung der Fahrspur auf der Bahnhofsbrücke, von der aus die Straßenbahn künftig direkt auf den Vorplatz fahren soll - ohne Umweg über die Kreuzung am Stadtring. Kritiker befürchten dort "Sprungschanzen" für die Autos oder ein Umkippen der Bahnen aufgrund des Gefälles in Verbindung mit der Kurve. Reincke versicherte, dass es nicht dazu kommen werde.
Die Stadtverwaltung "kämpfe" in der Zwischenzeit weiterhin um Fördermittel, hieß es weiter, die Zusage vom Land stehe nämlich noch immer aus. Ende Mai gäbe es ein vor-Ort-Gespräch mit den Fördermittelgebern, informierte Marietta Tzschoppe von Seiten der Stadtverwaltung. Sicher ist aber bereits jetzt, dass der ursprüngliche Termin zur Fertigstellung Ende 2014 nicht mehr zu halten sei.

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Aktuelle Diskussion: Stilllegungspläne bei der Straßenbahn
15.04.2012 20:00 Uhr
Die Meldungen im März zur Cottbuser Straßenbahn, zum Bahnhofsvorplatz und zum Bahnhof selbst haben sich förmlich überschlagen: Stilllegung des Astes Jessener Straße? Kein Ausbau der Strecke zum Klinikum, obwohl der Abschnitt als höchstrentabel begutachtet wurde? Was wird eigentlich aus dem Ast Schmellwitz Anger?
Kurz gesagt: Es sieht düster aus. Und schuld daran ist mal wieder das böse Geld. Denn davon hat die Stadt bekanntlich wenig und auch das Land ist mehr auf Kürzungen, als auf weitere Zuweisungen aus. Dass in diesen Zeiten solch ein Großprojekt wie der Umbau des Bahnhofsvorplatzes überhaupt finanzierbar sind, klingt verwunderlich, doch offenbar springt das Land hier ein letztes Mal für Cottbus in die Bresche. Der Preis dafür ist jedoch hoch: Die Strecken nach Schmellwitz Anger und zur Jessener Straße werden dafür stillgelegt, der alte Plan von 2009 wird wieder publik gemacht: Drei starke Linien sind das Ziel.
Aus einem Briefwechsel mit der Stadtverwaltung haben wir nun einige Informationen erhalten können. Im Falle Schmellwitz Anger ist tatsächlich von endgültiger Stilllegung die Rede, während die Strecke zur Jessener Straße nur vorübergehend stillgelegt werden soll. Nämlich solange, bis Gelder für die Erweiterung zum Klinikum aufgetrieben werden können. Der Bahnhofsvorplatz wird dementsprechend umgebaut, der Anschluss nach Westen als Option mitgeplant und Raum dafür freigehalten. Die Chancen auf zeitnahe Umsetzung stehen im Angesicht der Finanzlage aber äußerst schlecht. Bemühungen seitens der Stadt für eine Finanzierung sind nicht im Ansatz zu erkennen.
Was zudem fehlt, ist eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung dieser Pläne, die Umstellung auf Busbetrieb soll in beiden Fällen auf Beschluss hin erfolgen, ohne vorherige Begutachtung. Dieser Beschluss soll noch in diesem Jahr gefällt werden, im Rahmen eines ÖPNV-Konzeptes für 2012-2016. Wir schauen in folgendem Artikel noch einmal genauer auf das Thema.

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Stadtverordnete kappen Jessener Straße und Bahnhofs-Nordzugang
28.03.2012 23:00 Uhr
Die Cottbuser Stadtverordnetenversammlung hat am Mittwoch das Ende des Straßenbahnbetriebs zur Jessener Straße besiegelt, zudem wurde beschlossen, dass der Hauptbahnhof nach Schließung des Spreewaldtunnels keinen neuen Nordausgang bekommen wird. Damit wird die künftige Stadtentwicklung gleich doppelt behindert. Oder anders: Ein doppelter Schlag gegen den ÖPNV.
Es bleibt als Option in den Planungen, die Verbindung von den Gleisen aus Richtung Jessener Straße zum Bahnhofsvorplatz. Eine Option, die man nur abrufen wird, wenn eine Geldquelle für die als höchstrentabel eingestufte Netzerweiterung zum Klinikum auftaucht. Das wird in den nächsten Jahren weder auf Landes-, noch auf Bundesebene der Fall sein. Und dass die Stadt keinerlei Interesse an einem Fortbetrieb der Straßenbahn in Cottbus hat, das hat sie mit diesem Entschluss ohnehin klar zu verstehen gegeben. Einen Kampf um mögliche Förderquellen wird es also nicht geben.
Ähnliche Tatsachen wurden mit dem Beschluss zum Bahnhofstunnel geschaffen. Selbst die Option, den Tunnel erst in einigen Jahren zu verlängern, will die Stadt sich nicht offenhalten. Damit entstehen für den fußläufigen Verkehr aus Richtung Innenstadt und Ströbitz künftig deutlich längere Wege zu den Zügen.
Für die Anwohner Straßenbahnstrecke zur Jessener Straße solle es immerhin einen Ersatz geben. Die Buslinie 10 soll vom Hauptbahnhof aus verlängert werden. Vermutlich aber nur geradewegs die desaströse Vetschauer Straße entlang. Wenn man dabei auch noch den 30-Minutentakt der heutigen Buslinie 10 beibehält, bleibt dem Viertel künftig nur eine deutlich schlechtere Anbindung an den ÖPNV.

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